Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Aktivierungsberichte für Hessen - DA/HE oder DM/HE
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DL4TO
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Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DL4TO » Fr 10. Nov 2017, 11:23

Mächtige, seltsam gerundete Felsblöcke aus einem granitartigen Stein begleiten den Wanderer beim Aufstieg, wenn man den Weg aus dem Lautertal hinauf über das einzigartige Felsenmeer wählt. Wie von Riesen dahingeworfen, bilden diese mächtigen Brocken scheinbar einen reißenden Strom aus Stein, der sich über fast 300 Höhenmeter bis ins Tal stürzt.

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Kein urzeitlicher Gletscher hat sie dorthin verfrachtet, sie sind die letzten Reste eines Urgebirges, dass sich hier vor ca. 340 Millionen Jahren aufgetürmt hatte und über die Jahrmillionen wieder verwittert ist. Die Formgebung der runden Blöcke begann vor ca. 50 Millionen Jahren mit saurem Niederschlag in einem subtropischen Klima (der Odenwald lag damals noch auf Höhe des Äquators) und dies dauert bis heute an….
Aktivierer sollten sich also beeilen, wenn sie dieses fantastische und beeindruckende Naturdenkmal noch erleben wollen!

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Schaut hier nicht ein Delphin aus dem Felsenmeer heraus? Jeder sieht, was er mag, dieser Punkt ist am Wanderweg mit "Krododil" beschriftet....

Im Geopark-Informationszentrum, direkt am Parkplatz gelegen, erhält man weiterführende Informationen zu Geologie und Flora/Fauna dieses einzigartigen Naturdenkmals im Naturpark Odenwald/Bergstraße.

Obwohl das Internet von acht mutmaßlichen Siegfriedsquellen spricht, beginnt der Aufstieg auf den Felsberg natürlich genau an DEM Brunnnen, an dem Siegfried, der Protagonist der Nibelungensage, durch von Hagen von Tronje hinterrücks ermordet worden sein soll.
Hier hat man noch einmal die Chance für einen Blick zurück, um sicherzustellen, dass niemand hinter einem steht.

Rechter Hand führt der Nibelungenweg (rotes N) etwas steiler, aber zügiger hinauf. Wählt man den links liegenden Weg, führt dieser durch Buchenwald, kreuzt mehrmals das Felsenmeer und bietet fantastische Ausblicke. Nun wird´s steiler und der Weg führt teilweise über Stufen weiter. Wenn man Zeit hat, kann man auch mal links oder rechts abzweigen, die Wege sind sehr gut beschildert.
Steinblöcke mit Bearbeitungsspuren, die „Kiste“, Der „Altar“, das „Schiff“ und die „Riesensäule“, die es nicht mehr bis zum Dom in Trier geschafft hat, zeugen von Steinmetzkunst, die bereits mit den Römern begonnen hat.

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Heute klingen nicht mehr die Hammerschläge der Steinmetze durch das Felsenmeer, vielmehr sind es die Stimmen von mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr, die diese Attraktion im vorderen Odenwald bestaunen möchten.

Das Ziel, der Felsberg auf 514 m Höhe, verziert durch den Ohlyturm und einem Mast für allerlei kommerziellen Funk, ist natürlich nicht mehr so attraktiv wie das Felsenmeer, dennoch wimmelt es hier an Ferientagen und am Wochenende bei schönem Wetter von Besuchern. Als Bergfunker findet man wohl eher außerhalb dieser Zeiten am Wegesrand oder beim Ohlyturm (dort ist gerade noch Platz für einen 40m-Dipol) ein Plätzchen für die Aktivierung. Vertikals sind aufgrund des dichten Baumbestands eher nicht von Vorteil.

Die Ausbreitungsvorhersage war nicht sehr vielversprechend (SFI=74,A=14, GMF=act) und die Sonne hatte sich zu Beginn der Aktivierung mit ihren herbstlich wärmenden Strahlen hinter Nebelschwaden verzogen und so hatte ich eigentlich vor, nur kurz mein „Glück“ zu versuchen.
Aber, die Bänder „brodelten“ an diesem Tag vor Stationen, ich vergaß die Zeit und alles weitere um mich herum und am Ende standen nach ca. 2,5 Std reiner Funkzeit insgesamt 74 QSO´s, darunter 2 x USA, 1 x VE und 16 S2S-Verbindungen mit GMA und SOTA-Aktivierern im Log.
Das erinnnerte mich an meine „besten Zeiten“ 2013/2014 auf der Schwäbischen Alb, an denen ich, bei allerdings noch hoher Sonnenaktivität, des öfteren nicht unter 70-80 QSO´s im Log den Berg verließ! Zur Zeit leider eher die Ausnahme….

Equipment am 03.11.2017:
2 x 13,5m doublet, 12 m 300 Bandkabel an einem KX 2 (5W).
Störendes Geprassel vom kommerziellen Funk auf 14/18 MHz.
RBN-Log´s aus W kommen im Gegensatz zu 18 MHz auf 14 MHz nicht an, dafür klappen gerade auf diesem Band die drei Verbindungen über den Teich.

Seit kurzem logge ich über ein Android-Tablet mit der App „VK porta-log“, die extra für Portabel-Funker programmmiert wurde. Es ist interessant, die Entwicklung vom Papiertiger zum E-Logger an sich selber kritisch zu beobachten! Der Bleistift in der rechten Hand wurde durch einen Eingabestift ersetzt, der seine Arbeit meistens richtig macht.
Heute hatte ich erstmals den Eindruck, dass mir das elektronische Loggen Vorteile bringt!

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Ich habe aber insbesondere dann noch Schwierigkeiten, wenn nicht nur Rufzeichen und Rapport verteilt werden, sondern Klartext gegeben wird. Dann muss ich persönlich einfach noch Schlagworte des Funkpartners auf Papier mitschreiben (für längere Textpassagen reicht halt mein persönlicher Textspeicher leider nicht…hi) und der Wechsel von der App auf ein Stück Papier und wieder zurück ist, insbesondere im pile-up, (noch) nicht so flüssig, wie ich mir das wünsche. Die Info, wie Name, QTH, Ausrüstung etc. soll ja nachher auch dem QSO zugeordnet werden, eine Eingabe in das Log ist an dieser Stelle zwecklos. Im Wald bei kühlen Temperaturen und unbequemem Sitz sieht das halt komplett anders aus als am warmen Shack-Tisch. Aber, auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Die Diskussion über die Vorzüge und Nachteile des elektronischen Loggens ist aber vielleicht in einem anderen Forenbereich besser aufgehoben.

Der am Ohlyturm vorbeiführende Weg dient wohl auch als „Rennstrecke“ für Mountainbiker. Es ergaben sich dabei nette Gespräche mit interessierten Bikern über unsere Hobbies. Als Rückweg wählte ich den „Nibelungen-Weg“, um bereits bei einbrechender Dämmerung den Parkplatz zu erreichen.

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Ein toller Tag mit vielen Erinnerungen in einer fantastischen Landschaft des Odenwalds!

Die Ref-Info im GMA habe ich um einige Details ergänzt: http://www.cqgma.eu/gmainfo.php?id=DM/HE-102.

DL3MBE
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DL3MBE » Sa 11. Nov 2017, 19:43

Ein interessanter Bericht. Danke dafür.
73 und weiter viel Erfolg de Hans -DL3MBE

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dg7acf
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von dg7acf » Fr 17. Nov 2017, 21:09

Hej Gerhard,

Du hattest ganz offensichtlich einen tollen Tag.
Hätte das Forum einen UFB-Button, hätte ich den einfach geklickt.

Ahoi
Pom
Achtung ChaotenFunk!

DK2WF
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DK2WF » Sa 30. Mai 2020, 16:34

Hallo Gerhard,
wenn Du mal nicht mehr funken wanderst, dann kannst Du ja als Schriftsteller arbeiten ;-))
Toller Bericht!! Das füllt das Forum mit lesenswerten Berichten!!
Vielen Dank für Deine Mühe!
73, Horst DK2WF

DL1ASA
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DL1ASA » Mi 3. Jun 2020, 08:29

Hallo,

wieso sehe ich die Bilder nicht?

73 de Tom

DL6UHA
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DL6UHA » Mi 3. Jun 2020, 17:32

Ich sehe die Bilder auch nicht.
73, Hans

dg1fbn
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von dg1fbn » Mi 3. Jun 2020, 20:26

Der Originalpost ist von 2017, vermutlich hat der Filehoster die Bilder mittlerweile gelöscht.

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DL4TO
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von DL4TO » Fr 5. Jun 2020, 16:27

Liebe Freunde,

ja, die Bilder werden wohl leider trotz Spende, das bisher eine Alternative für einen mtl. Beitrag war, nicht mehr anderen Foren zur Verfügung gestellt. Alternativ gibt es nun kostenpflichtige Web-Hosting-Pakete, von deren Leistungsumfang ich jedoch "nur" das Hosten (Hotlink-Funktion) von Bildern mit geringer Auflösung (Bildgröße war idR <100kB) für das GMA-Forum benötigen würde.
Die Einstellung des Services wird wohl alle bisherigen Aktivierungsberichte seit 2013 betreffen, insbesondere meine Berichte über die Touren entlang des Albtraufes (Schwäbische Alb).
Ich teste nun mit Picr eine Alternative.

Das nachträgliche Aktualisieren der Berichte erzeugt hohen Aufwand und deshalb würde ich es so belassen und nur den (hoffentlich immer noch interessanten) Text in den bisherigen Berichten/Beiträgen stehen lassen. Bei besonderem Interesse genügt eine Mail über dieses Forum an mich, dann werde ich im Einzelfall die Bilder wieder neu einstellen. Dazu genügt eine Mail über dieses Forum.
Natürlich sind bisherige/ältere Beiträge (auch Antennentechnik etc) ohne aktualisierte Bilder nicht schön und entsprechen auch nicht meinen Vorstellungen eines attraktiven Forums. Alternativ wäre eine Löschung aller Beiträge, Text mit Bilder.... :cry:

Andererseits ist (nicht nur bei mir) die Anzahl der Aktivierungsberichte seit 2013 zurückgegangen und es gibt zudem neu die Möglichkeit, zu jeder Aktivierung/zu jeder Referenz ein Bild hier bei GMA hochzuladen und damit die interessante "Referenz-Information" zu ergänzen.

Andere Foren/Benutzern hier auf GMA werden mit ihren Beiträgen ggf. ebenfalls betroffen sein.
Gibt es weitere, ggf. bessere Alternativen?
Es ist verständlich, dass niemand Leistungen für "lau" oder gegen "Spende" zur Verfügung stellen möchte, insofern von meiner Seite keine Kritik. Eine vorherige Information über die Einstellung des Services wäre prima gewesen. Bilderupload zu GMA wäre ideal (quasi als "Premium-Mitglied"), wahrscheinlich sind nicht nur Kosten sondern auch datenschutzrechtliche Belange und der damit verbundene Aufwand) das Problem.
Für Antworten/Feedback sollte vielleicht eine neue Überschrift im passenden GMA-Forum aufgemacht werden, dann können wir die Diskussion dort fortführen.

73 , Gerhard!

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dj9mh
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von dj9mh » Sa 6. Jun 2020, 10:32

Hallo Gerhard, Hi Leute !

In den Anfangsjahren meiner Bergfunktätigkeit habe ich zu allen Aktivierungen einen Beitrag geschrieben. Wegen meines nicht allzu seriösen Schreibstiles hat sich da sogar eine winzige Fangemeinde herausgebildet. Aber wenn das ein Mal gelesen war, dann war's das. Aus dieser Erkenntnis habe ich alle Beiträge irgendwann gelöscht. Ich behaupte, dass das niemand gemerkt hat.
Außer Tätigkeitsberichten habe ich mir auch zum Thema Loggen die Fingerchen wund geschrieben. Das hat sich nach ein paar wenigen Rückfragen auch als "für die Katz" erwiesen.
Was ich noch mache, ist zu jedem besuchten Hügel ein paar Zeilen in die Info zu schreiben und -jetzt kommt's- die auch zu bebildern.
Leider hat picupload (die ich neuerdings nicht mehr erreiche) nach Androhung einer Geldbusse; sprich ich sollte Premiummitglied werden, mir nach und nach dies und jenes Foto gelöscht. Wenn ich das merke, dann kaschiere ich den Text.
In der Tat gibt es nun für aktuelle Aktivierungen die Möglichkeit Bilder einzustellen. Das geht aber nicht in den Infotext, sondern nur so am unteren Bildrand. Es geht wohl auch nur unmittelbar mit Einsellen der Logdaten !? War übrigens nicht so ganz einfach zu lernen wie. Gottseidank gibt es aber in der GMA-Gemeinde hilfreiche Menschen.
Wie geht's weiter / machen wir weiter ? Jeder wie ihm beliebt, also 98% gar nix! Oder ? Ideen ? Ich bin dabei !
73 de dj9mh HAJO

dg1fbn
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Re: Über ein Meer von Steinen auf den Felsberg, DM/HE-102

Beitrag von dg1fbn » Sa 6. Jun 2020, 11:16

Hi,
ich würde das nicht so eng sehen. Ja mir geht es ähnlich, am Anfang habe ich noch immer fast jede Aktivierung berichtet. Später aus Zeitgründen nicht mehr. Das finde ich aber nicht schlimm.
Löschen würde ich hier nichts nur weil die Bilder weg sind oder es augenscheinlich keine Response gibt.
Viele Berichte werden vielleicht von neuen GMA Funkern durchaus gelesen ohne das es große Korrespondenz gibt.

Ich finde Marios Doku sehr gut, er hat seinen eigenen Blog und die Bilder kann man verlinken bzw. man kann auf den Blogartikel verlinken.
Das freie Picture Upload services nicht für die Ewigkeit sind, war immer klar.

Ich für meinen Teil lese gerne, insb. bebilderte Berichte, das gibt auch immer einen guten Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort wenn man den Hügel selber noch nicht aktiviert hat. Ich antworte deshalb aber meist nicht auf jeden Post den ich lese. Die Info ist trotzdem meist sehr gut.

Gruß
Malte.

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